Fabian in Bangalore

Meine Erlebnisse in Indien

Brigade Rd

23.-25.04. und 27.-28.04.2004 Bangalore

Für die geplante Fahrt von Chennai nach Bangalore hätten wir sonst für kürzere Strecken auch den Bus nehmen können, haben uns dann aber für den Zug entschieden, da er schneller war. Also nach wie üblich langem Anstehen am Reservierungsschalter haben wir dann den Zug gebucht. Nach sechs Stunden Fahrt sind wir dann auch angekommen in Bangalore. Dort sind mir gleich ein paar westliche Ausländer aufgefallen, da ich seit Thailand keine mehr gesehen hatte. Ansonsten eine normale indische Großstadt auf den ersten Blick. Aber nur auf den ersten. Bangalore ist nämlich das Software-Mekka Indiens. Unzählige große internationale und kleine lokale Unternehmen sind hier im IT Bereich angesiedelt. Auch einige Mitarbeiter aus meiner Firma in Chandigarh würden nach Bangalore wechseln, wenn sie von dort ein Angebot bekämen. Die Industrieballung hat auch zu einem neuen Reichtum in der Stadt geführt. Man sieht größere Häuser, auch Parks und breite Straßen. Das Herz der Stadt ist die M.G. Road (Mahatma Gandhi Road), um die sich die ganzen edlen Geschäfte sammeln (Bild oben). Hier kommt man sich vor wie in jeder anderen amerikanischen oder europäischen Großstadt. Modehäuser, Cafés, internationale Restaurants - und alles glänzt. Die M.G. Road in Bangalore war jedenfalls eine gute Möglichkeit, Indien zu entfliehen. Sehenswürdigkeiten im eigentlichen Sinne gab es in Bangalore kaum. Daher wird es problematisch, wenn man die Stadt mit ausländischen Metropolen vergleicht. Bangalore ist halt nur in Indien etwas besonderes. Das Klima hier war jedoch sehr angenehm. Nicht zu heiß und nicht zu kalt. In Chennai und Delhi war es um diese Zeit extrem heiß. Auch im Winter bleibt es Bangalore angenehm warm, während man sich in Delhi bei Kälte und Nebel den Hintern abfrieren kann (für indische Verhältnisse).

In Bangalore haben wir uns mit unserer ehemaligen Mitbewohnerin aus Chandigarh und mit dem Bruder einer anderen Mitbewohnerin getroffen. So sind wir auch mit den örtlichen AIESEC Praktikanten und Einheimischen in Kontakt gekommen. Es wurde nie langweilig. Wir sind oft in der Stadt herumgefahren. Sind in Clubs und Lounges gegangen, deren europäische Pendants uns normalerweise verschlossen bleiben. In Bangalores Nachtleben trifft sich die High Society der Inder: Film- und Musikstars aus Bombay, Softwarebosse und ihre verwöhnten Kinder aus Bangalore, und reiche Ausländer. So waren denn die Eintrittspreise auch für europäische Verhältnisse ziemlich hoch. Aber immerhin war immer was los und man konnte von der einen zur anderen Party tingeln. Wir haben uns auch an einem Tag mediterranes Essen schmecken lassen. Und dazu sogar Rotwein bestellt (siehe Bild), der genießbar war. Ansonsten ist Wein eher rar. Einmal hatten wir in Chandigarh in einem Hotel indischen Wein probiert und der war abscheulich. Die 1-Euro-Weine aus dem deutschen Kaufland sind da jedenfalls um Längen besser. Es war schön in Bangalore, mal wieder bekannte Gesichter zu sehen und neue Leute kennenzulernen. Nach dem, was die Trainees so erzählt haben, läuft die Betreuung durch AIESEC in Bangalore etwas besser, man bekommt mehr Gehalt, muss aber auch erheblich mehr für Wohnung und Lebenskosten ausgeben. Und es sind unglaublich viele Trainees in Bangalore, die sich untereinander kaum kennen. In Chandigarh war der Zusammenhalt untereinander größer. Von Bangalore haben wir einen Abstecher in die alte Hauptstadt Mysore gemacht, sind dann wieder zurück, haben uns wieder mit den anderen getroffen und sind dann schließlich weiter Richtung Kerala nach Kochi ...

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