Fabian in Bombay

Meine Erlebnisse in Indien

Bombay

13.05.-15.05.2004 Bombay

Nach elendig langer Zugfahrt in der nichtklimatisierten Sleeper Class kommen wir am Abend verschwitzt in Bombay an. Es gibt eine Sache, auf die ich mich schon lange gefreut habe: McDonalds. Nach den wochenlangen Entbehrungen in Form von südindischen Thalis, scharfen Gemüsepampen mit Reis wollte ich endlich mal wieder was anderes essen - etwas Westliches. Und so suchen wir im Zentrum die nächstgelegene McDonalds-Filiale auf und setzen uns zwischen die stylishen reichen indischen Jugendlichen, um einen McMaharaja zu futtern und eine Cola zu schlürfen. Ansonsten ist es einfach nur schön, wieder ein wenig kosmopolitische Atmosphäre in Bombay aufzusaugen. Viktorianische Gebäude, eine rikshafreie Innenstadt, rote Busse. Denn das normale Indien kann eben doch ganz schön anstrengend sein. Wir klappern die gleichen Dinge wie beim letzten Mal ab: das Gateway of India am Hafen zum Beispiel.

GandhiEine Sache, die noch zusätzlich zum letzten Mal, absolviert wurde, war das Gandhimuseum. War durchaus interessant aufbereitet - in Form kleiner Puppenhäuser wurde Gandhis Lebensweg nachgestellt: vom Anwaltsdasein in Südafrika bis zur indischen Unabhängigkeitsbewegung.

Den Tag lassen wir am Chowpatty Beach ausklingen. Der Müll wird am späten Nachmittag beseitigt und zur Dämmerungszeit finden sich unzählige indische Familien am Strand ein, um dort zu schlendern und auch gesehen zu werden. Wie manche Leute bei dieser Dreckbrühe von Meer ins Wasser gehen wollen, bleibt mir dennoch unverständlich. Wir lassen die Sonne noch untergehen am Stadtstrand von Bombay, essen in einem nahe gelegenen Cafe noch Kulfi: indisches Eis. Am nächsten Tag wartet schon wieder der Zug auf uns. Die Reservierung stand bis zur letzten Minute auf der Kippe. Es hat jedoch kaum genützt. Denn eines unserer reservierten Betten war schon von einer schwangeren, kranken Frau belegt, die wir nun auch nicht wieder vom begehrten Bettplatz verscheuchen wollten. So beißen wir in den sauren Apfel und überstehen in der hitzigen Enge des Zuges die 30-Stunden-Fahrt nach Chandigarh. Und wir haben noch Glück. Am Boden des Zuges liegen überall indische Soldaten, die versuchen zu schlafen.

Chowpatty Beach

Zurück zur Startseite