Fabian in Krabi

Meine Erlebnisse in Thailand

Railay

10.-14.04.2004 Railay East Beach auf Phra Nang in der Krabi Provinz

Nach dem Aufenthalt am Golf von Thailand wollten wir nun auch die andere Küstenseite des thailändischen Festlandes erkunden. Und zwar wollten wir in die Krabi-Provinz, von der wir als "Geheimtipp" gehört hatten, da Phuket mehr als überlaufen sein soll. Doch gleich bei unserer Ankunft in der gleichnamigen Provinzhauptstadt Krabi hat mein Eindruck das Geheimtipp-Image widerlegt. Etliche neue Gasthäuser, Hotels und Straßen waren in Bau. Touristen auch überall. Wir hatten uns dann entschieden, nicht in Krabi zu bleiben, sondern auf die Halbinsel Phra Nang zu fahren, die mehrere Strände haben soll. Jedoch ist die Insel nur per Boot zu erreichen. Am Hafen in Krabi haben wir auch gleich jemanden gefunden, der uns dort hinbringen wollte und nach einer Stunde Schaukelfahrt waren wir auf Phra Nang angekommen. Dort noch weniger der Anschein eines abgelegenen Einsiedlerparadieses. Trotz umständlicher Erreichbarkeit war es dort gekrachte voll. Nach einigem Herumlaufen haben wir dennoch ein Hotelzimmer zu einem akzeptablen Preis gefunden.

Mangrove

Die Landschaft in Krabi war zwar abwechlungsreicher und irgendwie dramatischer, dennoch habe ich bei der Ankunft die paradiesische Idylle und den Traumstrand von Pha-Ngan vermisst. Immerhin war das Wetter ähnlich gut - sonnig, aber dennoch zum Aushalten. Und kulinarisch hatte Krabi (wie Thailand eigentlich insgesamt) einiges zu bieten. So haben wir auch die frischen Dinge aus dem Meer einige Male durchprobiert. Zu bezahlbaren Preisen. Im Angebot waren auch komplette Meeresfrüchte-Barbecues (siehe Bild). Mit Fisch nach Wahl, beispielsweise Hai, Barracuda oder Thunfisch, großen Krabben, dicken Shrimps, Tintenfischringen und Miesmuscheln. Tintenfisch und Muscheln sind nicht so sehr mein Fall, das andere Zeug war jedoch unglaublich lecker.

Sea FoodDas oberste Bild vermittelt einen guten Eindruck von der Lage Phra Nangs. Links ist der Strand Railay West, wo sich eher teurere Urlauberhotels und Bungalows aneinander gereiht hatten. Zwar kein Vergleich mit anderen Bettenburgenstädten und den Bausünden am Mittelmeer, aber man schien auf "gutem" Wege dorthin. Rechts der Strand Railay East, der sich eigentlich nicht "Strand" schimpfen sollte. Bei Ebbe sieht man vor allem Schlamm und Mangroven-Geäst. Und bei Flut ist eigentlich überhaupt kein Strand mehr vorhanden. Allerdings ließen sich hier wenigstens preislich akzeptable Hotels für Einheimische und Rucksackurlauber finden. Links in der Ferne mehr auf dem Festland lässt sich ein weiterer Strand erahnen - Ton Sai, der nur über ein weiteres Boot zu erreichen ist. Dort sollen vor allem die Hardcore-Kletterwütigen angesiedelt sein. Krabi ist durch die steilen Felsen auch ein Mekka für Felskletterer. Und mein Lieblingsstrand liegt außerhalb des Bildes, an der Spitze der Halbinsel - Phra Nang selbst (Bild ganz unten). Dort findet sich nur ein einziges Hotel, welches das ganze Areal besetzt, jedoch im 5-Sterne-Preisbereich platziert ist. Zimmer gibts dort ab 300 Euro die Nacht. Zwar war das ganze Hotel durch Sicherheitskräfte abgesperrt, aber dennoch war der Strand ein öffentlicher. Und so konnten wir nach fünfzehn Minuten Wanderung um den Sicherheitskomplex herum an jenem Strand unser Sonnen- und Badequartier aufschlagen. Der Strand war dennoch oft voll und die Wellen recht stark, so dass man nicht so gemütlich wie auf Ko Pha-Ngan einfach im Wasser liegen konnte.

Railay East

Krabi ist vor allem für seine abwechslungsreiche Landschaft und Natur bekannt und beliebt. So kann man hier die schon erwähnten Mangroven an vielen Stellen bewundern. Da kommt richtiges Tropenfeeling auf. Die schon erwähnten steilen Felsen laden auch zu Dummheiten ein. Ich bin auch auf die Idee gekommen, einen steilen Pfad alleine hochzuklettern. Jener mit wenigen morschen Seilen gesicherte Kletterpfad führte dann ca. 150 Meter die Wände hoch. Kein Zuckerschlecken - weder für Gleichgewichtssinn noch für die Kondition. Der Ausblick auf die Insel hat sich gelohnt. Und nur von oben konnte ich ein Bild wie das oberste schießen. Danach habe ich die alternative Abzweigung gewählt und war zu einer versteckten Lagune herabgeklettert, die auch in einer Sage erwähnt wird, deren Inhalt mir schon wieder entfallen ist. Der Weg zur Lagune war sehr beschwerlich. Teilweise ging es die nackten Felsen vier und fünf Meter steil hinunter. Und nur ein kleines Halteseil klebte eher lose dazwischen. In meinem Urlaubermut oder eher in meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich mich davon nicht abschrecken lassen. Gelohnt hat es sich kaum. Die Lagune war zwar schön gelegen wie ein Teich, der 150 Meter steil nach unten in die Felsen gefräst wurde, das Wasser war jedoch nur wenige Zentimeter tief und vollkommen verdreckt. Dann hieß es, den ganzen Weg wieder hochzusteigen und anschließend wieder zum Strand herunterzukrabbeln. Eine weitere Naturschönheit in Krabi waren Höhlen. Davon war die sogenannte Diamantenhöhle öffentlich zugänglich. Dort fanden sich zwar keine Diamanten, aber gut ausgeprägte Tropfstein-Hohlräume und ein paar schreckhafte Fledermäuse ... Und nach einigen Tagen Phra Nang ging es dann per Boot wieder zurück nach Krabi-Stadt, dort zum Busbahnhof und wieder zurück über Nacht nach Bangkok.

Sunset

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