Fabian in Chandigarh

Meine Erlebnisse in Indien

Sector 25

30.11.2003 Das etwas andere Chandigarh

Chandigarh ist zwar vergleichsweise reich, nichtsdestotrotz findet man auch hier typische Aspekte Indiens. Und trotz IT-Boom ist Indien immer noch ein armes Land. Ein Drittel der Bevölkerung muss täglich mit 1 US-Dollar oder weniger auskommen. Also kann sich nicht jeder eine Wohnung oder gar ein Haus leisten. Und es gibt auch einige, die könnten sich ein Haus leisten, sind aber gewohnt, in einer Hütte zu leben und ziehen diesen Stil vor. Mein täglicher Weg zur Arbeit auf dem Fahrrad führt mich an den Siedlungen der Armen vorbei, so dass ich mal ein paar Bilder gemacht habe.

Girls

In den nicht bebauten Sektoren Chandigarhs breiten sich unkontrolliert Slumsiedlungen aus. Die Stadt zieht viele Arme aus den Dörfern Nordindiens an. Allerdings findet man auch in den Bauten der Armen bunte Tempel und sogar Telefonzellen. Und auch die Armen bemühen sich, stets sauber und gepflegt herumzulaufen.

Cow

Das Bild mit der Kuh am Müllcontainer ist untypisch für Indien. Nein - nicht die Tatsache, dass Kühe in der Stadt herumlaufen, ist ungewöhnlich. Auch nicht, dass die Kühe den überall präsenten Müll fressen (und manchmal elendig an den Plastiktüten verrecken). Das Ungewöhnliche sind die Müllcontainer an sich. In Chandigarh gibt es sogar eine regelmäßige Müllabfuhr. Ansonsten liegt der Müll überall auf der Straße und Bettler wühlen darin herum, um vielleicht etwas Brauchbares zu finden. Am Anfang fühlt man sich blöd, auch Müll auf die Straße zu schmeißen - aber angesichts zumeist fehlender Mülleimer und Mülltonnen wird es einem schon schwer gemacht, nichts auf die Straße zu werfen (wie es jeder macht).

Tents

Manche Arme sind reicher und haben eine kleine Holz- oder Blechhütte. Andere hingegen haben nicht einmal das und leben in selbstgebastelten Zelten. Bei warmen Temperaturen geht das vielleicht. Aber im Juni bei über 40 Grad und im Januar bei Null Grad wird es unangenehm. Die Leute frieren hier im Moment gerade stark. Das heißt, sobald die Sonne untergegangen ist, verbrennen die Leute alles, was nur brennbar ist. Und dementsprechend verraucht und verrußt ist die Luft dann auch.

Kids

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