Fabian in Manali

Meine Erlebnisse in Indien

Manali

11.-12.10.03 Manali

Der nächste Ausflug hat mich etwas weiter weg geführt. Mit unseren zwei WG-Holländern hatten wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, nochmal ins Himalaya zu fahren, bevor der Winter kommt und es zu kalt wird (die Straßen werden dann auch unpassierbar). So bin ich Freitag nach der Arbeit gleich in den Bus gesprungen, 12 Stunden nach Manali gefahren. Und Sonntag nacht zurück, so dass ich montags um fünf Uhr in der Frühe wieder in Chandigarh war. Schlafmöglichkeit im Bus natürlich ausgeschlossen. Bei der Hinfahrt ist uns natürlich auch eine Panne passiert - nachts um drei platzt ein Bus-Reifen. Indien-untypisch nahm das Ganze nur eine dreiviertel Stunde Reparaturzeit in Anspruch, bevor wir die Schaukelreise durch die Berge fortsetzen konnten.

Morgen um 6.30 Uhr angekommen, war es eisigkalt und die Leute liefen vermummt herum - ein ungewohnter Anblick für Indien. Tagüber war es angenehm warm, aber sobald die Sonne hinter den Bergen verschwand, wurde es frostig. Später im November oder Dezember kann man wohl nicht mehr hierher. Auch wir hatten das Glück, dass fast die ganze Zeit über Stromausfall war. So gab es kein Licht und keine warme Dusche im Hotel. Und einige Fenster waren nur mit Pappe verkleidet, so dass es nachts keine Isolierung gab.

Tibeter

Die Menschen, gerade in den kleinen Dörfern, waren ganz anders als in dem Indien, indem ich bisher gewesen bin. Also nicht so aufdringlich und starrend - nein, lächelnd und freundlich. Alle haben sich immer gefreut, wo wir als erkennbare Ausländer in die Dörfer gewandert sind. Auch die Kinder haben uns zugewinkt. Viele der Menschen hier sind schon Tibeter und Buddhisten. Allerdings sind sie noch kleiner als der Durchschnittsinder und hart vom Leben gezeichnet.

Pflanze

Wer erkennt, vor was für einer Pflanze ich stehe, bekommt 100 Euro! Nein, lieber nicht. Aber mir sind schon fast die Augen ausgefallen, als ich jene Hanfbüsche am Wegesrand stehen sehen hab. Das Zeug ist überall wild gewuchert und deswegen zieht es wohl öfter auch einige offensichtliche Hippies nach Manali. Der Wildwuchs und der ausströmende Geruch täuschen - ganz egal ist das der örtlichen Polizei nicht, was da wächst und es verbringen wohl weit über 100 Ausländer in der Gegend ihren Aufenthalt im Knast.

Die Landschaft war allemal herrlich - Indien von einer seiner schönen Seiten. Für eine größere Trekkingtour war die Zeit leider zu kurz. Auch Tibet und Ladakh waren zu weit weg. Es ist auch nicht ganz unproblematisch, dort hinzukommen. Von Manali ist die chinesische Grenze nur 80 km Luftlinie entfernt und ins krisengeschüttelte Jammu & Kaschmir gelangt man auch recht flott. Das Himalaya bei Manali sah recht gewohnt aus und hat mich eher an die schweizerischen oder österreichischen Alpen erinnert. Aber die umgebenden Berge waren immerhin so um die 5.500 bis 6.000 m hoch, also ganz beträchtlich. Naja, nach eineinhalb wunderschönen Tagen ging's wieder zurück nach Chandigarh, recht flott. Nur neun Stunden in der Sonntagsnacht ... und drei Stunden nach Ankunft wieder auf Arbeit, in dementsprechender physischer Kondition ...

Mountains

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