Fabian in Shimla

Meine Erlebnisse in Indien

Berge

18.-19.10.2003 Shimla

Nach dem Wochenende im richtigen Himalaya hat es mich die darauffolgende Woche ins Vorhimalaya verschlagen: nach Shimla im Shivalikgebirge. Dort waren die Berge "nur" max. 3.000 m hoch. Shimla ist von den Briten, die vor der Hitze Restindiens flüchten wollten, zur Sommerhauptstadt Indiens erkoren worden. Ein wenig Kolonialarchitektur ist noch übrig geblieben. Ansonsten ein eher quirliges Touristenzentrum und Hauptstadt des Bundesstaats Himachal Pradesh. Die Fahrt von Chandigarh nach Shimla geht in flotten 4 Stunden vonstatten. Eine Zugfahrt wäre optisch schöner gewesen, allerdings langsamer und wir hätten umsteigen müssen.

Jakhu

In der Stadt selbst ist eine der Attraktionen der Jakhu-Tempel, der dem Affengott Hanuman geweiht ist. Er befindet sich auf einem Berg, den wir erklommen haben. Und auf dem ganzen Weg und besonders in Tempelnähe waren unzählige Affen zu sehen: große, kleine, springende, verletzte, lustige, aggressive. Man muss bei den Viechern höllisch aufpassen. Einerseits können sie beißen und Tollwut übertragen. Und andererseits klauen sie einem alles Mögliche, Handtaschen, Fotoapparate ... geht alles blitzschnell. So musste es auch geschehen, dass ein Affe jemandem in unserer Reisetruppe auf die Schulter sprang und ihm die Brille stahl. Mit Hilfe von am Tempel erwerblichen Affen-Futter ließ jedoch das Interesse an der Brille nach und wir konnten sie wieder einsammeln.

SwastikaAn den indischen Hindu-Tempeln wird der westliche Besucher einige Symbolik feststellen können, die er in anderem Kontext in Erinnerung hat. So sieht man an vielen Tempeln Hakenkreuze. Jene gelten hier als heilige Glücksbringersymbole und werden mit dem Laufe der Zeit assoziiert: ein Sonnenradsymbol. Die Assoziation der Hakenkreuze mit dem Dritten Reich ist hier zwar manchen geläufig, für die meisten Leute eher irrelevant.

Am Sonntag sind wir immerhin noch ein wenig in der Gegend um Shimla herum gewandert, haben einen Wasserfall besucht, der wegen Nichtmonsun-Zeit jedoch fast ausgetrocknet war. Die Berge waren hier ganz anders als in Manali. Anstatt alpines Flair aufzuweisen, erinnerten mich die Berge eher an die Pyrenäen oder die Anden. War tagsüber sehr schön, abends arschkalt. Und die Rückfahrt war unangenehm: die Stoßdämpfer des Busses waren komplett herunter und das Auf-Ab-links-rechts-Geschaukel bei der Bergfahrt hat bei mir einiges an Reiseübelkeit aufkommen lassen. Habe mich jedoch im Gegensatz zu einigen Einheimischen zusammen reißen können und nicht im Bus gekotzt.

Anden

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